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Minoa

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Foto: Anna Tiessen

Pressetext: Minoa - Album "Forward, Backward, Start Again" (VÖ: 19.8. via Listenrecords)

Mit „Forward, Backward, Start Again“ ist am 19. August 2022 das Debüt-Album von Minoa beim Berliner Label Listenrecords erschienen. Hinter dem Künstlernamen verbirgt sich die Sängerin, Musikerin und Komponistin Ina Klos, die in Houston, Texas geboren und in einem kleinen Ort in der Nähe von Hannover aufgewachsen ist.

Auf den acht Songs ihrer ersten Platte lässt Minoa ein Gespür für Songwriting und Melodien erkennen, wie es selten zu hören ist und kleidet dieses in einen eigenwilligen, international anmutenden E-Gitarren-Sound, der sich vor den Großen der Szene wie Julia Jacklin, Big Thief, Angel Olsen, Soccer Mommy oder Snail Mail nicht zu verstecken braucht. Die stimmlichen Fähigkeiten der ausgebildeten Sängerin und Sprecherin sind zudem von bestechender – und zutiefst berührender – Qualität.

Schon als Kind wurde Minoa musikalisch gefördert: Sie nahm Klavier- und Gesangsunterricht, sang in der Schulband, in einer Jazz-Combo und im Chor. Nach dem Abitur studierte sie zwei Jahre lang Popularmusik in Hannover, beendete das Studium jedoch frühzeitig, weil sie sich vom ständigen analytischen Hinterfragen in ihrem eigenen kreativen Schaffen ausgebremst fühlte. Minoa sehnte sich danach, ihre Musik frei von jeder Norm aus dem Gefühl heraus zu machen - und ging nach Berlin, wo sie bis heute lebt. Für die Künstlerin fühlte es sich immer natürlich an, ihre Songs in englischer Sprache zu schreiben, obwohl sie keine Muttersprachlerin ist; doch scheinen die ersten eineinhalb Lebensjahre in den USA sie unterbewusst dahingehend geprägt zu haben. Vermutlich auch die Liebe ihres Vaters zur Musik der Beatles und die ihrer Mutter zu der Joni Mitchells.

„Forward, Backward, Start Again“, das digital, auf CD und Vinyl erscheint, ist für Minoa ein Meilenstein, mit dem sie sich aus der Berliner DIY-Szene heraus mit international anmutender Qualität einem breiten Publikum musikalisch vorstellt. Der Titel ist eine Metapher für den inneren Kampf mit sich selbst: Für die Ungeduld, endlich einen Schritt weiter zu kommen, mutig los zu sprinten und im nächsten Moment von der Angst eingeholt zu werden, weil man das sichere Terrain verlassen hat. Und es aufs Neue zu probieren. Und aufs Neue. Es ist dieser Zwiespalt, der sich auch in den Songs auf dem Album wiederfindet.

Der Opener „Something Special“ leitet das Album auf intime und gefühlvolle Weise ein. Ein melancholischer Song über eine verlorene Liebe – und doch meint man, sie während des Hörens noch spüren zu können. Die zurückhaltende Instrumentierung in den Strophen öffnet einen Raum für die von Minoas Stimme zum Leben erweckten Erinnerungen. Im Pre-Chorus winden sich die Instrumente um die Erinnerungen, um dann mit ihnen zu verschmelzen. Nur eine Gitarre sticht dabei heraus und nickt der Stimme aufmunternd zu. Das zeigt seine Wirkung: Aus einer Stimme wird ein kleiner Chor, der bejahend die Nostalgie besingt.

„Strangers“, die erste Single-Auskopplung, ist wohl einer der poppigsten Songs des Albums. Er erzählt von einem Paar, dessen Beziehung nur noch aus einem gemeinsamen Rückblick besteht, das schon lange aneinander vorbei lebt - und sich trotzdem nicht trennt. Der Song spielt mit dem Wechsel von Leichtigkeit und Schwermut: Surfige Gitarren fliegen über düstere Synths und werden von laid-back Drums getragen; mittendrin Minoas Stimme, die es schafft, zu gleichen Teilen kraftvoll und intim eine Verbindung mit den Hörer*innen herzustellen.

In „Not Cool“ wird anschließend eine Trennung vollzogen: Die von einem narzisstischen Menschen. Einem, der mit den Herzen anderer jongliert, ohne sich je wirklich für diese zu interessieren. Innerhalb einer melancholischen Grundatmosphäre wird die gemeinte Person direkt angesprochen, zu Beginn gelassen provozierend, zum Ende hin immer verzweifelter. Auf einer weiteren Ebene geht es um das unstillbare Verlangen nach mehr, das in der heutigen Gesellschaft medial befeuert wird und vergessen lässt, dass das eigentlich Wichtige sich im Inneren befindet. „Not Cool“ war der erste Song, den Minoa in Zusammenarbeit mit ihrem Bassisten, Till Schomburg, produzierte. Das Zweiergespann funktionierte so gut, dass es sich entschloss, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgenommenen vier Songs des Albums ebenfalls gemeinsam zu produzieren.

Ihre zarte Seite und musikalische Bandbreite zeigt Minoa im Song „Let's Get There Slowly“. Er erzählt vom schmalen Grat, der manchmal Freundschaft von Liebe trennt. Davon, nicht zu wissen, was die andere Person fühlt und der eigenen Sehnsucht danach sich zu verlieben – die der eigentliche Auslöser für das Gefühlswirrwarr zu sein scheint. Untermalt wird diese Dramatik durch einen langen Atem am Anfang, der nicht nur sprichwörtlich, sondern zusätzlich durch eine einzige, sich bis zum Chorus schlängelnde Gitarre erzeugt wird, bis nach und nach Streicher zum Vorschein kommen und sich schließlich auch Bass und Schlagzeug zeigen. Am Ende entpuppt sich das Arrangement als Orchester, das mit seinen Streicher- und Orgelklängen an Radiohead oder Air erinnert.

 

“Who Are You” stellt den Versuch einer ironisch angehauchten Antwort auf die Frage: ‚Und was ist Dein richtiger Job?‘ dar, der man sich als künstlerisch tätiger (oder auch einfach von der Norm abweichender) Mensch in der Arbeitswelt immer wieder ausgesetzt sieht. Der Song spielt mit Vorurteilen, die bewusst nicht eindeutig als solche erkennbar sind und wird im Laufe der Zeit immer direkter - bis sich eine bis dahin nur leicht anklingende Wut vollends im verzerrten Gitarrensolo entlädt.

Der nächste Song ist eine Reise in Minoas Inneres, die große emotionale Intensität transportiert: “’Fear Of Failing’ ist während der Pandemie entstanden”, erzählt die Musikerin, “Ich habe ihn geschrieben, als ich - wie viele Andere - meinen Job verloren habe. Im Laufe der Zeit habe ich begonnen in Frage zu stellen, wie ich jemals in der Lage war, das zu tun, was mir zuvor als selbstverständlich erschien. Je länger man etwas nicht tut, umso mehr zweifelt man ja daran, dass man überhaupt einmal dazu fähig war. Selbst, wenn es etwas ist, was man wirklich gerne getan hat, worin man gut war und was einmal Alltag gewesen ist. Dieser Song ist ein geflüsterter Schrei, an sich zu glauben - allen Widerständen zum Trotz”. Minoas Stimme bewegt sich hier zwischen gebrochener Verzweiflung und kraftvoller Zuversicht – die kunstvoll um den Gesang geschmiegten Instrumente spiegeln auf eindrückliche Weise die Gefühlslage.

In “Eye of an Eagle“ setzt sich Minoa damit auseinander, inwieweit Ängste und Zweifel unser Handeln beeinflussen. Sie visualisiert diese negativen Gefühle im Bild des Krähenschwarms, der zunächst bedrohlich wirkt und vor dem es sich scheinbar zu verstecken gilt - hinter einem Felsen, einem Baum, auf der anderen Seite des weiten Ozeans. Am Ende aber stellt sich heraus, dass die Krähen nur Überbringer einer frohen Botschaft sind: Du bist der Adler, der über ihnen kreist, der mächtigste Vogel, der sich vor nichts zu fürchten braucht. Minoa findet hier eine ganz eigene, überraschende Bildsprache, die im Song ihre musikalische Entsprechung findet: Die Bedrohlichkeit wird durch den energischen Basslauf erzeugt, der sich langsam aufbaut und gepaart mit einer lodernden Gitarre und einem immer unreiner werdenden Schlagzeug die Stimme durch den Song trägt. Doch dann der Machtwechsel: Eine Welle aus Stimmen bäumt sich auf - und fliegt sich frei.

Ein Hauch von sentimentalem Trotz zieht sich durch den letzten Track der Platte, „Wanna Go Back In Time“. Eingenebelt von schönen Erinnerungen ist man nicht in der Lage zu sehen, was sie längst abgelöst hat. Stattdessen schaut man sich ständig um und fragt sich 'Was wäre wenn...?‘. „Wanna Go Back In Time“ schlägt mit seiner verträumten Instrumentierung am Anfang und seiner orchestralen Schwere am Ende eine Brücke zwischen „Let's Get There Slowly“ und dem Rest des Albums und führt als abschließender Song die letzten losen Enden von Minoas Debut-Album zusammen.

 


 

Auswahl Pressezitate Minoa:
 

“acht ergreifende Stücke Musik. Das Spektrum [...] ist enorm: stimmlich, stilistisch, instrumental - und auch emotional”  
- Musikexpress

 

“Englischsprachige Musik aus Deutschland klang selten so reif und cool”  
- Bedroomdisco (4/5) 

 

"die schlicht empathischste, authentischste, einnehmendste, originärste und musikalisch überzeugendste Debüt-Scheibe in Sachen Indie-Pop - zumindest des bisherigen Kalenderjahres"  
- gästeliste.de (Album der Woche) 

 

“Minoa singt hypnotisch schön von ihren Kämpfen mit sich selbst”  
- Brigitte (5/5) 

 

“Mir persönlich ist es ein absolutes Rätsel, warum diese Frau noch ein Geheimtipp ist und nicht schon längst weltweit gefeiert wird"  
- Raffaela Jungbauer, radioeins 
 
“eine der bemerkenswertesten Debüt-Scheiben der Neuzeit” 
- Musikreviews.de (14/15) 

 

“Eine herzzerreißend verletzliche Stimme und verträumte Gitarren-und Synthieklänge machen den Vintage-Sound der Wahlberlinerin Ina Klos aus"  - EMOTION 
 

“Wir sind hier große Fans […] der Gitarrensound alleine hat mich fertig gemacht […] eines der bestklingenden Gitarrenstücke der letzten Monate”  
- FluxFM, Zuckerstückli 
 
"intensiver, dramaturgisch geschickt gemachter Gitarren-Pop"  
- DLF, Corso 

 

 "Minoa verfügt über eine kraftvolle Stimme, präsentiert Gitarrenpop auf hohem Niveau und ist bereit für den Durchbruch"  
- radioeins, Lokalmatador 

 

“Minoa hat die perfekte Mischung aus Mac DeMarco und Alice Phoebe Lou getroffen”  
- Podcast Das nächste große Ding 

LIVE 2022 / 2023

18.10.22  IT - Vignola, Parco di Villa Trenti
19.10.22  IT - Ravenna, Moog
20.10.22  IT - Colle Val d’Elsa, Bottega Roots
21.10.22  IT - La Spezia, Bacchus
22.10.22  IT - Genova - Giardini Luzzati

13.11.22 BERLIN, Badehaus - supp. Dives

23.03.23 KÖLN, Wohngemeinschaft
24.03.23 FRANKFURT, Lotte Lindenberg
30.03.23 BERLIN, Marie Antoinette
01.04.23 MAGDEBURG, Volksbad Buckau
03.04.23 MÜNSTER, Pension Schmidt
Weitere Shows tba.

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